• Markus Illmer

Nachtzuschläge nicht immer zwingend

Aktualisiert: 2. Juli 2019


Häufig und gerade im Internet falsch dargestellt wird die Rechtslage zu Nachtzuschlägen. Unter Bezugnahme auf ein BAG-Urteil aus dem Jahr 2015 (Az. 10 AZR 423/14) wird vielfach behauptet, grundsätzlich sei Nachtarbeit nach § 6 Abs. 5 ArbZG mit einem angemessenen Nachtzuschlag von i.d.R. 25 % zusätzlich zu vergüten. Dabei wird aber meist nicht darauf hingewiesen, dass das nur dann gilt, wenn es sich um einen „Nachtarbeitnehmer“ im Sinne von § 2 Abs. 5 ArbZG handelt, also jemanden, der aufgrund seiner Arbeitszeitgestaltung normalerweise Nachtarbeit in Wechselschicht zu leisten hat, oder Nachtarbeit an mindestens 48 Tagen im Kalenderjahr leistet. Nachtarbeit ist dabei jede Arbeit, die mehr als 2 Stunden der Nachtzeit zwischen 23:00 Uhr und 6:00 Uhr umfasst. Wer nur gelegentlich Nachtarbeit zu verrichten hat, muss keine Nachtzuschläge bekommen, wenn diese nicht ausdrücklich in Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag geregelt sind.

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